Seit vielen Generationen kennen Frauen die heilsame Wirkung von Frauenmanteltee. Den Jungen hilft der Tee beim Ausgleich des weiblichen Zyklus und bei Menstruationsbeschwerden, den Älteren in den Wechseljahren. Und dazwischen unterstützt das Frauenmantelkraut die Frau, um schwanger zu werden. Was ist nun dieses Wundermittel und wie kann es Ihnen helfen? FERTILA hat die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Was ist Frauenmantel?

Die Heilpflanze Frauenmantel – auch Alchemilla vulgaris genannt – wird schon seit hunderten von Jahren zur Herstellung von Tee verwendet. Man kann das winterharte Kraut auf der ganzen Welt in Wäldern und Wiesen finden, es kommt aber gehäuft in Zentral- und Mitteleuropa vor.

Wie der Name schon fast vermuten lässt, findet der Tee hauptsächlich in der Frauenheilkunde seine Anwendung. Das ist aber nicht der einzige Grund für den klangvollen Namen der Pflanze: Den Blättern wird nachgesagt, dass sie wie der Mantel der Maria – der Mutter Jesus – aussehen würden. Außerdem lassen die Blätter Wassertropfen abperlen. Wie ein Mantel. Die ersten Aufzeichnungen zur Namensgebung gab es übrigens schon im 11. Jahrhundert.

Die Heilpflanze wächst zwischen dreißig und fünfzig Zentimetern hoch und blüht zwischen Mai und September. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen wird der Frauenmantel auch zu dieser Zeit geerntet und im Anschluss getrocknet und weiterverarbeitet.

Welche Wirkung hat Frauenmanteltee?

Die Alchemilla vulgaris ist ein natürliches Arzneimittel mit wissenschaftlich bewiesenen Heilkräften. Wie genau kann die Pflanze nun wirken?

Alle Teile des Frauenmantels – außer der Wurzel – haben positiv wirkende Inhaltsstoffe. In den Blättern befinden sich zum Beispiel:

  • Gerbstoffe,
  • verschiedene Bitterstoffe,
  • Linolsäure,
  • ätherische Öle.

Letztere betören nicht nur ob ihres guten Duftes. Schon Hildegard von Bingen empfahl ihn den Nonnen in ihrem Kloster – für Mundwasser, Aufgüsse oder zur Behandlung von Brüchen oder Gelenkschmerzen.

Das ungesättigte Fett Linolsäure wird zur heutigen Zeit nicht nur in der Anti-Aging-Behandlung der Haut eingesetzt. Sie spendet viel Feuchtigkeit und unterstützt die Elastizität der Haut.

Bitterstoffe klingen zwar auf den ersten Blick eher schlecht, haben aber für den Körper heilende Wirkung. Sie sind gemeinsam mit den Gerbstoffen dafür verantwortlich, dass der Frauenmantel antiseptisch und entzündungshemmend wirkt.

Außerdem können die Bitterstoffe in der Blüte die Verdauung anregen und wichtige Nährstoffe aufnehmen. Wussten Sie, dass Bitterstoffe in unserer heutigen Nahrung kaum mehr vorkommen? In natürlichen Kräutern wie dem Frauenmantel sind sie aber weiterhin enthalten. Wir nehmen sie nur seltener zu uns.

Frauen die sich ein Kind wünschen kann Frauenmantelkraut dabei unterstützen, auf natürliche Weise schwanger zu werden.

Wie kann Frauenmanteltee beim Kinderwunsch helfen?

Frauen mit Kinderwunsch hilft die Heilpflanze vor allem damit, dass sie einen regelmäßigen Zyklus bei ihnen herstellen kann. In der ersten Zyklushälfte lindert der regelmäßige Genuss einer Tasse Frauenmanteltee außerdem Menstruationsbeschwerden und soll den Eisprung – und damit die Fruchtbarkeit – fördern.

Gerade bei den im Tee enthaltenen Gerbstoffen gehen Forscher davon aus, dass sie die Gebärmutterschleimhaut mit einem Schutzmantel überziehen und sie damit stärken können. Bei richtiger Anwendung sorgt der Frauenmantel ganz nebenbei dafür, dass sich der Körper und Geist entspannt und entkrampft. Ob es wirklich mit der Schwangerschaft geklappt haben könnte, sehen Sie, wenn diese Anzeichen auftreten.

Zur optimalen Unterstützung auf dem Weg zum Kinderwunsch können Sie außerdem Himbeerblättertee trinken und Mönchspfeffer zu sich nehmen. Himbeerblättertee lockert die Beckenmuskulatur und entschlackt den Körper. Mönchspfeffer kann leichte Unregelmäßigkeiten im Zyklus ausgleichen. Sie verbessern so zusätzlich die Chance, schwanger zu werden. Himbeerblättertee kann übrigens auch unterstützend während einer künstlichen Befruchtung getrunken werden.

Sie befinden sich schon mitten in der Schwangerschaft? Auch jetzt hilft der Frauenmantel Ihnen noch. Im letzten Trimester wird mit dem Tee auf natürlichem Wege die Beckenmuskulatur gelockert. Das Baby hat so mehr Platz im Bauch der Frau. Das Heilkraut kann die Schmerzen bei der Geburt und während der letzten Monate der Schwangerschaft also deutlich lindern.

Wo kann man Frauenmanteltee kaufen?

In getrockneter Form gibt es das Kraut in der Apotheke, in Drogerien oder bequem auf Amazon zu kaufen. Wichtig ist, dass der einzige Inhaltsstoff nur das Frauenmantelkraut ist. Manche Hersteller mischen für einen besseren Geschmack nämlich Zucker hinzu. Jedoch kann der Frauenmantel pur einfach besser wirken.

Wie kann man Frauenmanteltee zubereiten?

Sie haben genug gelesen und möchten die Wirkung nun selbst überprüfen? Das Frauenmantelkraut kann entweder als Tabletten bzw. Dragees oder als Tee eingenommen werden. Bei Kinderwunsch entscheidet man sich im Normalfall für den Frauenmanteltee. In heißem Wasser werden hierfür zweimal täglich zwei bis drei Teelöffel des getrockneten Frauenmantelkrauts aufgebrüht. Wer lieber kühle Getränke mag, kann den Tee auch kalt aufgießen. Achtung: Die Ziehzeit verlängert sich dabei von 10 Minuten auf mehrere Stunden.

Trinken Sie regelmäßig eine Tasse Frauenmantel Tee. Die volle positive Wirkung des Krauts kann sich erst nach sechs bis acht Wochen entfalten. Dann sollten die Frauen bereits einen veränderten und gefestigten Zyklus bemerken.

Im Geschmack ähnelt Frauenmanteltee übrigens einem kräftigen schwarzen Tee.

Welche Nebenwirkungen hat Frauenmantelkraut?

Grundsätzlich ist der Frauenmanteltee für den weiblichen Körper nicht schädlich. Durch die Gerbstoffe, die im getrockneten Produkt enthalten sind, kann es aber manchmal zu leichtem Durchfall kommen.

Zu den selten auftretenden Beschwerden zählen außerdem Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Probleme mit der Leber. Deshalb sollte man in jedem Fall genau auf die Dosierung achten und die Kur mit einem Arzt abstimmen.