Endometriose: Einflussfaktoren, die das Risiko für Endometriose erhöhen können

Endometriose ist eine gutartige Wucherung von Gebärmutterschleimhaut im Bauch- oder Beckenraum der Frau. Während der Menstruation blutet das verlagerte Gewebe, und nach der Periode bilden sich Narben. Diese Narben brechen bei der nächsten Regelblutung wieder auf, Entzündungen können entstehen. Jede zehnte menstruierende Frau in Deutschland erkrankt im Laufe ihres Lebens an Endometriose. Die chronische Krankheit kann sehr schmerzhaft sein. Endometriose kann zudem die Ursache von Unfruchtbarkeit bei Frauen sein. Die folgenden Risikofaktoren können die Wahrscheinlichkeit auf eine Erkrankung erhöhen.

Nahaufnahme einer nackten Person von der Seite

Familiäre Vorbelastung

Wenn jemand in Ihrer Familie bereits an Endometriose erkrankt war, ist das Risiko für die Krankheit etwa 7 bis 10 mal höher, als bei nicht vorbelasteten Frauen. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit, wenn ein naher Verwandter – also Mutter, Schwester oder Großmutter – unter Endometriose litt. Aber auch, wenn entfernte Verwandte erkrankt waren (z.B. Cousinen), erhöht sich die Möglichkeit auf eine positive Diagnose. Endometriose kann nicht nur mütterlich, sondern auch väterlich weitergegeben werden.

Starke Ausprägung des Menstruationszyklus

Je mehr Sie unter der Menstruation leiden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine Endometriose entwickeln. Folgende Faktoren können das Risiko erhöhen:

  • Zwischen den Monatszyklen liegen weniger als 27 Tage,

  • Sie hatten Ihre erste Periode, als Sie noch keine 12 Jahre alt waren,

  • Ihre Tage dauern jeden Monat länger als sieben Tage.

Wenn Sie Endometriose haben und schwanger werden, können die Symptome während der Schwangerschaft verschwinden. Allerdings kehren die Symptome üblicherweise nach der Geburt eines Babys zurück.

Gestörter Menstruationsfluss

Eine der Ursachen der Endometriose ist der retrograde Menstruationsfluss, auch „rückläufige“ Menstruation genannt. Wenn Sie eine Erkrankung haben, die Ihren Menstruationsfluss erhöht, blockiert oder umleitet, könnte dies ein Risikofaktor sein. Folgende Ausgangsvoraussetzungen können zu einem retrograden Menstruationsfluss führen:

  • Erhöhte Östrogenproduktion,

  • Uteruswucherungen, wie Myome oder Polypen,

  • Anomalie der Gebärmutter, des Gebärmutterhalses oder der Vagina,

  • Hindernisse im Gebärmutterhals oder der Vagina,

  • asynchrone Uteruskontraktionen.

Erkrankungen des Immunsystems

Bei der Endometriose wird Endometriumgewebe an falschen Stellen im Körper platziert. Erkrankungen des Immunsystems tragen zum Endometriose-Risiko bei. Denn wenn das Immunsystem schwach ist, wird verlagertes Gewebe schlechter vom Körper erkannt.

Bauchoperation

Manchmal können Bauchoperationen wie ein Kaiserschnitt oder Hysterektomie auch zur Verlagerung von Gewebe führen. Daher sollten Sie dem Arzt, der Ihre Endometriose behandelt, von allen vorausgegangenen chirurgischen Eingriffen berichten.

Alter

Grundsätzlich kann jede menstruierende Frau an Endometriose erkranken. Allerdings wird Endometriose am häufigsten bei Frauen in ihren 20ern und 30ern diagnostiziert. Experten gehen davon aus, dass dies damit zusammenhängt, dass Frauen in diesem Alter am häufigsten versuchen, schwanger zu werden. Endometriose kann zur Unfruchtbarkeit führen. Und Frauen, die unter der Krankheit leiden, ohne Schmerzen zu haben, werden sich untersuchen lassen, wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappt.