Die Vorfreude auf die Geburt des Kindes ist zu Beginn einer Schwangerschaft häufig schon riesengroß. Die Eltern möchten wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird; Auch im Hinblick auf die Auswahl eines Vornamens eine wichtige Frage. Die werdende Mutter hofft vielleicht auf einen Jungen, der Vater würde sich über ein kleines Mädchen ganz besonders freuen.

Der Arzt kann das Geschlecht des Babys erst ca. ab der 20. Schwangerschaftswoche erkennen – im Normalfall bei der zweiten Ultraschalluntersuchung. Das Baby muss bei der Untersuchung allerdings richtig erkennbar sein, damit das Geschlecht auf dem undeutlichen Ultraschallbild sichtbar wird.

Einige Paare, die unbedingt das Geschlecht wissen wollen, greifen auf den Chinesischen Empfängniskalender zurück. Wir klären, ob damit das Geschlecht des Kindes vorhersagt werden kann, wenn eine Frau schwanger ist.

Was ist der Chinesische Empfängniskalender?

Bereits im 13. Jahrhundert beschäftigten sich chinesische Wissenschaftler sehr genau mit dem Sonnen- und Mondkalender Xià Lì. Daraus entstand später der chinesische Empfängniskalender, der das Geschlecht des Babys mit dem Monat der Empfängnis und dem Alter der Schwangeren vorhersagen soll.

Im Zusammenhang mit der chinesischen Zeitrechnung bzw. Kalendern sind die Tierkreiszeichen Ratte, Hase, Büffel, Tiger, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein bekannt. Die Sternzeichen ändern sich jedes Jahr am chinesischen Neujahrstag.

Auch dieses spezielle Horoskop für die Schwangerschaft basiert auf dem chinesischen Sonnenkalender bzw. Mondkalender. Der chinesische Kalender bestimmt das Horoskop.

Wie und warum sollte eine werdende Mutter den Kalender nutzen?

Besonders wichtig war den chinesischen Forschern bei der Entwicklung ihrer Tabelle die Unterscheidung in schwangere Frauen zwischen 18 und 31 Jahren sowie 32 und 45 Jahren.

Das heißt aber nicht – wie im in Deutschland verwendeten Gregorianischen Kalender – dass das tatsächliche Alter der Mutter einfach anhand des Geburtsjahres bestimmt werden kann.

Eine Frau, die 1994 geboren ist, muss im Jahr 2019 in China nicht unbedingt 25 Jahre alt sein. In China wird das sogenannte Mondalter berechnet.

Das heißt, dass zum Alter nach unserer Rechnung noch einmal neun Monate addiert werden. Das Chinesische Horoskop geht davon aus, dass auch die neun Monate im Bauch der Mutter schon zum eigentlichen Alter dazugehören.

Außerdem muss zusätzlich das Chinesische Neujahr einbezogen werden. So müssen alle, die vor dem 22. Februar geboren wurden, den genauen Zeitpunkt des Neujahrs in ihrem Geburtsjahr herausfinden.

Sofern der eigene Geburtstag vor dem Neujahr liegt, müssen neben den neun Monaten noch zwölf weitere Monate zum Alter addiert werden. Liegt der Geburtstag dahinter, so bleibt man – wie auch allgemein mit einem Geburtstag nach dem 22. Februar – bei den neun zusätzlichen Monaten.

Die Berechnung des eigenen Alters für den Chinesischen Kalender bedarf also eines kleinen Zeitaufwands.

Sobald die werdende Mutter aber ihr Mondalter herausgefunden hat, kann sie sich ganz einfach an den folgenden Tabellen orientieren und so vielleicht das Geschlecht ihres Babys herausfinden. Dazu nimmt man das Mondalter und den Monat der Empfängnis und liest die Vorhersage des Kalenders direkt ab.

Hier die Tabelle für Frauen zwischen 18 und 31 Jahren:

Chinesischer Kalender 18 bis 31 Jahre

Und hier die Tabelle für Frauen zwischen 32 und 45 Jahren:

Chinesischer Kalender 32 bis 45 Jahre

Manche Paare orientieren sich am Chinesischen Empfängniskalender sogar schon bei der Zeugung, um dann – wie gewünscht – ein Mädchen oder einen Jungen zu bekommen.

Ist die Bestimmung des Geschlechts mit dem Chinesischen Kalender wirklich möglich?

Bis heute ist der Kalender der alten Chinesen zur Bestimmung des Geschlechts nicht nur unter Müttern umstritten. In wissenschaftlichen Studien konnte nicht nachgewiesen werden, dass der Zeitpunkt der Empfängnis in Zusammenhang mit dem chinesischen Mondkalender Auswirkungen darauf hat, ob man nach der Geburt einen Jungen oder ein Mädchen im Arm halten darf.

Eine angeblich existierende nordamerikanische Studie, die der Methode des Chinesischen Empfängniskalender eine Genauigkeit von 85 Prozent bescheinigen würde, konnte nach eingehender Recherche nicht gefunden oder nachgeprüft werden.

Fakt ist aber auch, dass man mit dieser Art des Mondkalenders eigentlich nicht allzu viel falsch machen kann. Schließlich haben die Eltern immer eine Chance von 50 Prozent, dass die Bestimmung des Geschlechts ihres Babys in der Schwangerschaft funktioniert – zu 50 Prozent wird es ein Junge, zu 50 Prozent wird es ein Mädchen.

Man sollte sich also intensiv bewusst machen, dass der Chinesische Geburtskalender nicht stimmen muss. Ob der Chinesische Empfängniskalender beim eigenen Kind richtig liegt, erfährt man erst bei einer Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft oder endgültig bei der Geburt des Babys.

Eine Eigenart des Chinesischen Empfängniskalenders ist zudem, dass nur eine Empfängnis bei Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren rechnerisch erfasst wird. Mütter, die jünger oder älter schwanger werden, können den Kalender nicht nutzen, um das Geschlecht des Kindes vorherzusagen.

 

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