Weichmacher sind in vielen Verbrauchsprodukten des täglichen Bedarfs vorhanden. Weichmacher sorgen dafür, dass Stoffe elastischer und geschmeidiger sind. Eingesetzt werden sie insbesondere in Kunstoffen, Gummi und Lacken.

In den letzen Jahren häufen sich die Hinweise darauf, dass Chemikalien wie Weichmacher den natürlichen Hormonhaushalt im Körper stören. Dies kann zu vielfältigen negativen Veränderungen in Bezug auf die Fruchtbarkeit und auf die Gesundheit der ungeborenen Kinder führen.

Wissenschaftler aus Maryland und New York untersuchten bei 500 Paaren die Belastung von Weichmachern wie Bisphenol A (BPA) und Phthalaten anhand von Fragebögen und Urinproben. Gleichzeitig beobachteten sie, wie viel Zeit die Paare nach Absetzen der Verhütung benötigten um schwanger zu werden.

Die Gruppe um Buck zeigte, dass die Weichmacher-Belastung bei den weiblichen Teilnehmerinnen keinen Einfluss auf die benötigte Zeit bis zum Eintritt einer Schwangerschaft hatte. Jedoch reduzierte bei Männern die Belastung mit Phthalaten die Fruchtbarkeit um ca. 20%. Es dauerte signifikant länger bis ihre Partnerinnen schwanger wurden.

 

Quelle:
Buck Louis GM, Sundaram R, Sweeney AM, Schisterman EF, Maisog J, Kannan K. Urinary bisphenol A, phthalates, and couple fecundity: the Longitudinal Investigation of Fertility and the Environment (LIFE) Study.
Fertil Steril. 2014 May;101(5):1359-66.