Schwangerschaftstest

Für die meisten Frauen ist das Ausbleiben ihrer Periode ein Signal, dass sie schwanger sein könnten. Allerdings kann der Zyklus einer Frau natürlich schwanken, so dass es sich hier um kein sicheres Schwangerschaftsanzeichen handeln muss.

Möchte eine Frau Gewissheit haben zu einer Schwangerschaft oder möchte sie wissen in welcher Schwangerschaftswoche Sie mit einem Baby ist, so wird sie einen Schwangerschaftstest durchführen.

Es bieten sich unterschiedliche Varianten und Verfahren an für Schwangerschaftstests und Schwangerschaftsfrühtests.

Schwangerschaftsschnelltest

Diesen Schwangerschaftstest kann jede Frau als Urintest ganz einfach zu Hause durchführen. Der Test lässt sich rezeptfrei in der Apotheke oder Drogerie erwerben.

Sobald sich eine Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet, wird das Hormon hCG (human Chorion Gonadotropin) ausgeschüttet. Die in den Teststreifen enthaltenen Antikörper reagieren auf hCG. Bei einem positiven Ergebnis werden eine Linie oder ein Kreuz auf dem Teststreifen sichtbar.

Die meisten Tests sind allerdings nur etwa zehn Minuten aussagekräftig. Danach kann die Luftfeuchtigkeit das Ergebnis verfälschen.

Den Schwangerschaftsschnelltest mit Urin gibt es in einer normalen und einer digitalen Variante. Digitale Ergebnisse erscheinen in Textform, ansonsten ist die Funktionsweise gleich.

Der Urintest wird am besten morgens gemacht, weil Urin dann sehr konzentriert ist und das Schwangerschaftshormon hCG stärker vorhanden ist. Der Test reagiert erst ab einer bestimmten Menge des Hormons. Deshalb sollte der Test nach ein paar Tagen im Zweifelsfalle wiederholt werden, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Der Test kann gleich am ersten Tag bei ausbleibender Periode gemacht werden. Gewissheit, ob ein Baby unterwegs ist, gibt es erst ab der 5. Schwangerschaftswoche. Hier ist ein positives Ergebnis zu 90% – 99% verlässlich.

Auch während einer Schwangerschaft liegen die hCG Werte höher als sonst. Ein Schwangerschaftstest zeigt also auch noch im 5. oder 6. Monat von schwangeren Frauen ein verlässliches Ergebnis.

Nach der Geburt eines Kindes funktioniert ein Schwangerschaftstest genauso. Einziger Unterschied: Es gibt keine Orientierung zur letzten Periode.

Online-Schwangerschaftstests sind generell nicht empfehlenswert. Durch Ausfüllen eines Fragebogens lässt sich eine Schwangerschaft nicht annähernd zuverlässig bestimmen.

Ein Schwangerschaftstest kann übrigens auch genutzt werden, um Anzeichen von Hodenkrebs beim Mann zu diagnostizieren. Bei dieser Krebserkrankung werden Beta-hCG Hormone freigesetzt, die auch Schwangere produzieren. Da es um Leben geht, ist eine gründliche ärztliche Untersuchung unerlässlich.

Schwangerschaftsfrühtest

Ein Schwangerschaftsfrühtest gibt im Gegensatz zum herkömmlichen Schwangerschaftstest sehr früh, nämlich bereits vier Tage vor Ausbleiben der Periode Aufschluss über eine Schwangerschaft. Einige Tests erlauben bereits sieben Tage vor Ausbleiben der Regel eine Aussage.

Der Schwangerschaftsfrühtest ist besonders sensibel eingestellt und kann auch sehr kleine Mengen von hCG erfassen. Wie beim konventionellen Urintest sollte auch beim Frühtest Morgenurin verwendet werden.

Je geringer die mIU/ml Zahl auf der Packung des Frühtests, desto empfindlicher ist er. Beim Schwangerschaftsfrühtest mit einer Empfindlichkeit von 20 mIU/ml ist der Test negativ, wenn im Urin nur eine Menge von 15 mIU/ml hCG enthalten ist.

Die Wahrscheinlichkeit für ein falsches Ergebnis kann also sehr hoch sein. Bei 20% der Schwangeren, die den Frühtest fünf Tage vor dem Fälligkeitstag der Periode machen, fällt er fälschlicherweise negativ aus.

Auch ein Schwangerschaftsfrühtest funktioniert erst wirklich zuverlässig einen Tag nach Ausbleiben der Periode.

Häufig genutzt werden digitale Schwangerschaftsfrühtests, mit denen man bereits bis zu fünf Tag vor dem Ausbleiben der Periode testen kann. Die Schwangerschaft lässt sich so sehr früh bestimmen. Zudem gibt es auch Modelle mit Wochenbestimmung die also anzeigen, in welcher Woche sich eine Schwangere mit ihrem Baby gerade befindet.

Positiver Schwangerschaftstest

Ist der Schwangerschaftsfrühtest oder -schnelltest positiv, so ist das ein gutes Zeichen dafür, dass eine Frau schwanger ist. Es empfiehlt sich dennoch, den Test zu wiederholen, denn je weiter die Schwangerschaft verläuft, desto sicherer sind auch die Indikatoren.

Nicht immer muss ein positiver Schwangerschaftstest allerdings zwingend auf eine Schwangerschaft hinweisen. So kann in seltenen Fällen zwar die Eizelle befruchtet sein, aber es kommt nicht zur Einnistung.

Liegt eine Krebserkrankung vor, kann ein positiver Test ebenfalls in die Irre führen. Denn bestimmte Erkrankungen produzieren Schwangerschaftshormone. Werden Hormonpräparate mit hCG eingenommen, kann das ebenfalls zu falschen Resultaten führen.

Wenn der Schwangerschaftstest positiv ist, sollte er jedenfalls zum normalen Zyklus der Regel noch einmal durchgeführt werden, um sicher zu gehen.

Bluttest zur Bestimmung der Schwangerschaft

Wenn ein positives Testergebnis mittels Schnelltest oder Schwangerschaftsfrühtest festgestellt wurde, kann der Besuch beim Frauenarzt zusätzliche Sicherheit geben.

Der Bluttest beim Frauenarzt ist zuverlässiger als ein Urintest. hCG lässt sich im Blut früher nachweisen als im Urin. Die Konzentration im Blut ist höher.

Neun Tage nach Befruchtung der Eizelle kann ein positives Ergebnis zu 100% bestätigen, dass eine Frau schwanger ist.

Bei der Blutabnahme muss die Frau nicht nüchtern sein. Nachdem das Blut im Labor untersucht wurde, liegen die Ergebnisse zu einer bestehenden Schwangerschaft meist schon am nächsten Tag vor.

Dem Arzt stehen neben klassischen Schwangerschaftstests auch weitere Diagnosen zur Verfügung, die Mutter und Kind bis zur Geburt Sicherheit geben können.

Auch nach einer künstlichen Befruchtung wird die Blutuntersuchung als Schwangerschaftstest eingesetzt. Die Wartezeit beträgt hier etwa 2 Wochen.

Ultraschalluntersuchung als Schwangerschaftstest

Sollte ein Urintest oder ein Bluttest positiv sein, kann der Test mit Ultraschall beim Frauenarzt weitere Orientierung für die Schwangerschaft geben. Mittels vaginaler Ultraschalluntersuchung stellt der Arzt fest, ob und wo sich die Eizelle eingenistet hat. So kann auch eine Eileiterschwangerschaft ausgeschlossen werden.

Mittels Ultraschalltest kann eine Schwangerschaft etwa in der 5. oder 6. Woche nachgewiesen werden. Dann ist in der Gebärmutter der Mutter eine Fruchthöle mit einem Embryo erkennbar, oder eine Struktur, die zur Fruchtanlage gehört.

Auch vorher kann gelegentlich ein kleiner Punkt in der Gebärmutterschleimhaut ausgemacht werden. Der freilich noch kein Beweis für eine vorliegende Schwangerschaft sein muss.

Ab der achten Schwangerschaftwoche lässt sich erkennen, wie viele Embryos sich über die Zeit ausgebildet haben, und ob das Herz des Babys schon schlägt.

 

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