Schwangerschaftsdiabetes, oder auch Gestationsdiabetes, ist eine der häufigsten Begleiterkrankungen einer Schwangerschaft. Jede 6. Frau weist während der Schwangerschaft einen Schwangerschaftsdiabetes auf. Nach der Geburt erkrankt die Hälfte von diesen Frauen innerhalb von 8 Jahren an einem manifesten Diabetes Typ 2. Oft verschwindet die Zuckerkrankheit aber auch nach Beendigung der Schwangerschaft wieder.

Wird ein Diabetes bei der Schwangeren nicht erkannt, bestehen gesundheitliche Risiken für die Mutter und das ungeborene Kind.

Bei der schwangeren Frau kann es zu Harnwegs- und Nierenbeckenentzündungen und zum Bluthochdruck kommen. Beim Kind kann der Schwangerschaftsdiabetes zu erhöhtem Körpergewicht und Reifestörung bzw. Entwicklungsverzögerungen führen.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft rät allen Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes zur Ernährungsumstellung und zu regelmäßigen Zuckerkontrollen nach der Geburt. Auch durch ein mindestens dreimonatiges Stillen verringert sich das Erkrankungsrisiko auf lange Sicht um 40%. Durch Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion kann das Risiko um die Hälfte gesenkt werden.

Eine erste Blutzuckermessung wird 6 – 12 Wochen nach der Geburt empfohlen. Wenn die Messungen unauffällig sind, sollten die Messungen alle 2 – 3 Jahre wiederholt werden.