50% – 90% aller Frauen leiden unter mittleren bis sehr starken Schmerzen während der Regelblutung. Insbesondere viele junge Frauen sind betroffen, nicht selten müssen die betroffenen Frauen Schmerzmedikamente einnehmen und können für 1 – 2 Tage jeden Monat nicht ihrer beruflichen Tätigkeit in vollem Umfang nachgehen.

Schon länger wird vermutet, dass hierbei Rauchen eine Rolle spielt. Nun haben Forscher aus Australien Daten von über 9000 Frauen über 13 Jahre ausgewertet und festgestellt, dass Rauchen ein Risikofaktor für Regelschmerzen ist. So haben Raucherinnen ein 40% höheres Risiko starke Regelschmerzen zu haben, im Vergleich zu Nichtraucherinnen. Je jünger die Frauen sind, wenn sie beginnen zu rauchen, desdo höher ist das Risiko für starke Regelschmerzen.

Rauchen birgt daneben bekanntlich eine Vielzahl gesundheitlicher Risiken. Speziell in der Schwangerschaft beeinflusst Rauchen das kindliche Immunsystem deutlich negativ und erhöht weiterhin Allergierisiken. Zudem können Neugeborene von Rauchern ein geringeres Geburtsgewicht sowie eine eingeschränkte Lungenfunktion aufweisen. Im späteren Leben steigt für Kinder von Rauchern das Risiko u.a. für Atemwegsinfekte, Diabetes, Asthma und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Quelle: Ju H, Jones M, Mishra GD. Smoking and trajectories of dysmenorrhoea among young Australian women. Tob Control. 2014 [Epub ahead of print]