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PRESSEMITTEILUNG

Unerfüllter Kinderwunsch: Paare fühlen sich nicht gut informiert und kaum unterstützt

Mehr als 66% sehen zu wenig Transparenz bei Kinderwunschzentren. Nur 25% aller Kliniken veröffentlichen Erfolgsquoten für künstliche Befruchtung

München, 16. März 2018

15 Prozent aller Paare in Deutschland sind aus medizinischen Gründen ungewollt kinderlos. Viele der Paare, die sich für die Kinderwunsch-Medizin entscheiden, fühlen sich bei der Auswahl eines Kinderwunschzentrums überfordert.

Gemäß einer Umfrage der Kinderwunsch-Plattform FERTILA sind zwei Drittel der befragten Frauen der Ansicht, dass die Qualität von Kinderwunschzentren und Ärzten eher nicht oder gar nicht transparent beurteilbar ist. Auf der anderen Seite veröffentlichen nach Auswertungen von FERTILA nur etwa 25% der Zentren ihre individuellen Erfolgsquoten.

Ein besonders alarmierendes Ergebnis der Umfrage ist, dass 75% der Befragten den Umgang von Politik und Gesellschaft mit ungewollter Kinderlosigkeit gar nicht oder eher nicht als angemessen empfinden.

Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland im Alter zwischen 30 und 50 Jahren sind kinderlos, beinahe zwei Millionen ungewollt.

Im Jahr 2015 wurden in deutschen Kinderwunschzentren knapp 65.000 künstliche Befruchtungen durchgeführt und mehr als 20.000 Kinder nach einer Befruchtung im Reagenzglas geboren.

Im Rahmen einer nicht-repräsentativen Umfrage wurden auf fertila.de im Februar/März 2018 Frauen im Alter von 25 bis 55 Jahren befragt. Ziel der Umfrage war die Informationserhebung darüber, wie sich Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch unterstützt und informiert fühlen.

Nicht einmal ein Viertel der Teilnehmerinnen sind der Meinung, dass es einfach ist, gute Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten und Ärzten zu finden. 18% stimmen dieser Aussage gar nicht zu.

 

Informationen findenNur 11% sind der Meinung, dass die Qualität von Kinderwunschzentren und Ärzten transparent ist. 67% der Befragten stimmen dieser Aussage eher nicht oder gar nicht zu.

Qualität TransparenzImmerhin 37% fühlen sich gut informiert zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für Kinderwunsch-Behandlungen in Deutschland, geregelt im Embryonenschutzgesetz. Diese Befragten wissen, für welche Behandlungen sie ins Ausland gehen müssten.

Methoden AuslandDagegen beurteilen 54% die Aufklärung zu Kostenübernahmen für Kinderwunsch-Behandlungen nicht als gut. 25% empfinden die Informationen als gut.

Aufklärung KostenAlarmierend erscheint es, dass 75% der Befragten den Umgang von Politik und Gesellschaft mit ungewollter Kinderlosigkeit gar nicht oder eher nicht als angemessen empfinden.

Umgang Politik GesellschaftAls Antwort auf eine offene Frage in der Umfrage wünschten sich die Teilnehmer insbesondere mehr finanzielle Unterstützung.

Dr. Florian Mann, Geschäftsführer und Mit-Gründer von FERTILA: „Die Ergebnisse der Umfrage zeigen den enormen Informationsbedarf im Bereich der Kinderwunsch-Medizin. Viele Paare fühlen sich immer noch alleine gelassen. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit unserem Angebot den Weg von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch angemessen unterstützen können. Mit unserer Kinderwunschzentren-Datenbank möchten wir daran mitwirken, die deutsche Kliniklandschaft für Reproduktionsmedizin ein Stück transparenter zu gestalten.“

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Über FERTILA

FERTILA ist eine spezialisierte Online-Plattform für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Ziel ist es, diesen Menschen den Zugang zu Informationen und Behandlungen so unkompliziert wie möglich zu machen.

Das Angebot umfasst Fachartikel, Daten zu Kinderwunschzentren, Klinikprofile sowie aktuelle Informationen und Auswertungen zum Thema Kinderwunsch. Unter https://fertila.de/kinderwunschzentren/ können Kinderwunschzentren nach individuellen Kriterien ausgewählt werden.

FERTILA wurde 2017 von Dr. Florian Mann und Dr. Georg Pagenstedt gegründet. Beirat des Unternehmens ist Markus Reif, Mitgründer der Arztsuche Jameda.

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