Gibt es einen Zusammenhang zwischen Pestiziden in Obst und Gemüse und der Chance auf eine Schwangerschaft nach einer künstlichen Befruchtung?

Offenbar ja – das stellten Wissenschaftler des Fertility Center des Massachusetts General Hospital in Boston im Rahmen einer Studie fest. Sie hatten 325 Frauen bei der Anmeldung zur reproduktionsmedizinischen Behandlung bzgl. Ernährungsgewohnheiten und regelmäßiger Zunahme von Bio-Kost befragt.

Höherer Konsum von pestizid-belasteten Lebensmitteln korreliert mit geringeren Wahrscheinlichkeiten auf Schwangerschaft und Geburt nach einer Kinderwunsch-Behandlung. Frauen, die am häufigsten stark mit Pestiziden belastetes Obst und Gemüse zu sich genommen hatten, wurden zu 18 Prozent seltener schwanger, und es kam 26 Prozent seltener zur Geburt eines lebenden Kindes. Frauen hingegen, die täglich eine Portion Obst oder Gemüse mit niedrigem Pestizidrückständen aßen, erhöhten ihre Chance auf eine Schwangerschaft um 79 Prozent. Die Ergebnisse sollen in weiteren Studien verifiziert werden.

Zu Gründen für Unfruchtbarkeit bei Frauen könnten also Herbizide, Fungizide, Insektizide oder Rodentiziden gezählt werden, die bei 90 Prozent der US-Bevölkerung im Blut oder Urin nachweisbar sind.

Vielleicht also Verhaltens- und Ernährungsgewohnheiten ändern und auf Bio-Kost umsteigen, falls Sie über eine Kinderwunsch-Behandlung nachdenken. Mit Pestiziden unbelastete Frauen scheinen eine höhere Erfolgsrate bei einer In-vitro-Fertilisation zu haben.