Eine Studie von französischen Forschern, die in dem führenden Journal für Reproduktionsmedizin „Human Reproduction“ veröffentlicht wurde, verglich drei verschiedene Behandlungsarten einer Eileiterschwangerschaft: 1. Medikamentös mit einer Methotrexat Injektion; 2. Konservative Chirurgie, die den Eileiter erhält und 3. Radikalere Chirurgie, die den Eileiter entfernt. Es wurden 406 Frauen mit Eileiterschwangerschaften an 17 Gynäkologischen Zentren untersucht über einen Zeitraum von vier Jahren untersucht.

Eine Eileiterschwangerschaft kann je nach Aktivitätsgrad sehr unterschiedlich akut verlaufen. Dies ist abhängig von dem Risiko, dass der Eileiter platzt, wie viel Zeit seit der letzten Periode vergangen ist, wie hoch der Schwangerschaftswert ist und ob sich bereits freie Flüssigkeit im Bauchraum befindet. Danach muss sich die Behandlungsstrategie richten. Je nach Aktivität der Eileiterschwangerschaft wurden die Patientinnen in zwei Gruppen unterteilt, in denen 1. die medikamentöse vs. konservativ chirurgische und 2. Konservativ chirurgische vs. Radikal chirurgische verglichen wurde.

Nach zwei Jahren betrug die Rate an spontanen intakten Schwangerschaften bei den Frauen nach der medikamentösen Behandlung 67 % und 71 % nach der konservativen Chirurgie in der ersten Gruppe. In der zweiten Gruppe betrugen die spontanen Schwangerschaftsraten 70 % nach konservativer Chirurgie und 64 % nach Entfernung des Eileiters. Der geringe Unterschied ist nicht statistisch signifikant.

Die Forschungsgruppe der sogenannten DEMETER Studie, benannt nach der griechischen Göttin der Fruchtbarkeit, konnte zeigen, dass kein signifikanter Unterschied in der Fruchtbarkeit der Frauen zwischen medikamentöser und konservativer Chirurgie und konservativer Chirurgie und radikaler Chirurgie innerhalb der folgenden zwei Jahre bestand.

Je nach Aktivitätsgrad der Eileiterschwangerschaft können demnach bei vergleichbarer Fruchtbarkeit nach den verschiedenen Verfahren weitere Faktoren, wie Operations- und Narkoserisiko, Behandlungsdauer und Rezidivrisiko berücksichtigt werden. Dies kann mit der Patientin ausführlich besprochen werden und der Wunsch der Patientin stärker berücksichtigt werden.

 

Referenz:

Fernandez H, Capmas P, Lucot JP, Resch B, Panel P, Bouyer J; GROG. Fertility after ectopic pregnancy: the DEMETER randomized trial. Hum Reprod. 2013 May;28(5):1247-53.