Wenn es mit dem Kinderwunsch auf natürliche Weise nicht klappt, wird die künstliche Befruchtung von vielen Paaren als geeignete Lösung gesehen, sich den Wunsch vom eigenen Kind trotzdem zu erfüllen. Die künstliche Befruchtung ist auch als In-vitro-Fertilisation oder IVF bekannt. Wir möchten Sie informieren, wie eine In-vitro-Befruchtung abläuft, welche Methoden es gibt und wie die Erfolgsquoten und Risiken dabei aussehen.

Etwa jedes achte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Ein Paar gilt dann als unfruchtbar, wenn der regelmäßige und ungeschützte Geschlechtsverkehr auch über mehr als ein Jahr nicht zu einer Schwangerschaft führt.

Beim Wunsch nach einem Baby kann eine Kinderwunschbehandlung im Kinderwunschzentrum betroffenen Paaren in vielen Fällen helfen. Das erklärt, warum die Zahl der reproduktionsmedizinischen Behandlungen in Deutschland in den letzten Jahren so stark gestiegen ist.

Welche Behandlungsmöglichkeiten der künstlichen Befruchtung gibt es?

Bei der künstlichen Befruchtung handelt es sich um das Zusammenführen einer Eizelle und eines Spermiums innerhalb oder außerhalb des menschlichen Körpers. Je nach Dauer und Ursache des unerfüllten Kinderwunsches gibt es verschiedene Abläufe und Behandlungsmöglichkeiten der Reproduktionsmedizin im Kinderwunschzentrum:

Hormonbehandlung

Bei ca. 30% – 40% aller Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch liegt eine hormonelle Störung vor. Eine der häufigsten Ursachen ist das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS). Hier liegt ein Überschuss an männlichen Hormonen vor. Häufig weisen Frauen mit einem PCOS eine Reifungsstörung der Eibläschen auf, was die Empfängnis deutlich erschwert.

Zu den weiteren Ursachen für einen fehlenden Eisprung gehören eine Unter- und Überfunktion der Schilddrüse, eine Überproduktion von Prolaktin oder auch eine beginnende Einschränkung der Eierstockreserve. Bei einem gestörten Wachstum der Eibläschen und/oder einem seltenen bzw. fehlenden Eisprung kann bei einer Hormonbehandlung im Rahmen der Therapie das Eibläschenwachstum stimuliert werden.

Diese Stimulation erfolgt in Form einer mehrtägigen Tabletteneinnahme (z.B. Clomiphen) oder einer täglichen Spritzengabe ab dem Zyklusanfang der Frau.

Unabhängig von der Stimulationsmethode wachsen die Eibläschen nun heran. Je nachdem wie alt eine Patientin ist und was die zugrundeliegende Ursache ist, reifen 1 – 3 Eibläschen heran. Wenn zwei oder mehr Eibläschen heranwachsen, erhöht sich die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit. Gleichzeitig gibt es damit die gesteigerte Möglichkeit, dass es zu einer Mehrlingsschwangerschaft kommt.

Das Verabreichen einer Spritze mit dem HCG-Hormon soll den Eisprung auslösen. Die gesprungene Eizelle wandert danach durch den Eileiter und kann in den folgenden 12 – 24 Stunden von männlichen befruchtungsfähigen Spermien erreicht werden. Auf der Seite der Reproduktionsmedizin wird dem Paar ab jetzt gezielter Geschlechtsverkehr zum optimalen Zeitpunkt empfohlen. Durch die Gabe von Gelbkörperhormonen wird die Schwangerschaft in der zweiten Zyklushälfte unterstützt.

Die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Hormonbehandlung hängt vom Alter der Frau und der Qualität der Samenzelle ab. Wenn ein unregelmäßiger Zyklus die Ursache des unerfüllten Kinderwunsches war, sind die Chancen auf eine Schwangerschaft mit der hormonellen Stimulation sehr gut. Rund 30% aller Patientinnen unter 35 Jahren bekommen durch eine Behandlung ihr Wunschkind. Mit steigendem Alter nimmt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit selbst nach hormoneller Stimulation ab und liegt zwischen 5% und 20%.

Insemination

Für die Durchführung einer Insemination – auch IUI genannt – gibt es verschiedene Indikationen: Der Samen des Mannes ist leicht eingeschränkt, eine immunologische Ursache liegt vor, es wird ein Hindernis im Gebärmutterhals vermutet oder es besteht eine erektile Dysfunktion beim Mann. Aber auch lesbischen Paaren kann durch Insemination zum eigenen Kind verholfen werden.

Genau wie bei der hormonellen Therapie wird bei der Insemination zunächst eine Stimulation bei der Frau durchgeführt. Am Tag des Eisprungs erfolgt die Abgabe der Samenprobe durch den Vater oder Spender. Die homologe Insemination wird dabei mit dem Samen des Vaters und die heterologe Insemination mit dem Sperma eines Spenders durchgeführt. Das Sperma wird durch eine Zentrifugation sowie eine Waschung aufbereitet und über den Gebärmutterhals mit einem dünnen Katheter in die Gebärmutterhöhle zur Nähe des Eileiters hineingespült. Die intrauterine Insemination ist im Normalfall nicht schmerzhaft, die Patientin kann unmittelbar nach der Durchführung nach Hause oder ins Büro gehen.

Bei der Insemination findet also eine Befruchtung auf natürlichem Wege im Körper der Frau statt. Durch die hormonelle Stimulation und das Einbringen der möglicherweise bewegungseingeschränkten Spermien in die Gebärmutter wird mit der Insemination die Schwangerschaftsrate erhöht und beträgt abhängig vom Alter, vom Spermiogramm und dem Einsatz der ovariellen Stimulation ca. 5% bis 20%.

Eine Insemination und hormonelle Stimulation kommt grundsätzlich nur bei Frauen mit offenen und funktionsfähigen Eileitern infrage.

Künstliche Befruchtung (ICSI und IVF)

Wenn die Eileiter verschlossen sind, das Paar bereits zwischen 3 und 6 Inseminationsversuche erfolglos durchlaufen hat und das Ejakulat des Mannes nur wenige bis gar keine beweglichen Samenzellen enthält, wird Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch vorgeschlagen, die Befruchtung der Eizelle außerhalb des Körpers im Reagenzglas vorzunehmen – die sogenannte IVF/ICSI Behandlung. ICSI steht für intrazytoplasmatische Spermieninjektion, IVF-Therapie für die In-Vitro-Fertilisation.

Bei der konventionellen IVF ist zunächst die hormonelle Stimulation der Eierstöcke notwendig, die mittels mehrerer Injektionen zu Beginn des Zyklus startet. Nach einer Stimulationsphase von ca. 10 Tagen werden zum Eisprung bis zu 20 Follikel entnommen – zumeist unter leichter Narkose.

Im Labor findet anschließend die Befruchtung der Eizellen statt. Bei der In-vitro-Fertilisation werden ca. 100.000 Samen zu  einer Eizelle hinzugegeben. Die „natürliche Befruchtung“ findet statt im Körper im Reagenzglas statt. Ist aber die Bewegungsfähigkeit und Menge der Spermien stark eingeschränkt, wird die künstliche Befruchtung direkt mittels intrazytoplasmatischer Spermieninjektion vorgenommen. Das beste Spermium aus der Samenspende des Vaters oder Spenders wird vom Arzt ausgewählt und vorsichtig direkt in die Eizelle injiziert.

Am nächsten Tag wird im medizinischen Labor die Befruchtung kontrolliert. Daraufhin entwickeln sich die Embryonen weiter in ein Mehrzellstadium und eine Beurteilung hinsichtlich Anzahl der Zellen, der Form sowie der Entwicklung kann vorgenommen werden. Ein bis zwei Embryonen werden je nach Entwicklung am dritten oder fünften Tag nach der Befruchtung über ein dünnes Plastikröhrchen in die Gebärmutter eingesetzt.

Bei der ICSI-Technik werden im Gegensatz zur IVF nicht 100.000 Spermien zu jeder Eizelle gegeben, sondern es wird nur ein einziges Spermium gespritzt.

Die Schwangerschaftschance liegt bei einer IVF/ICSI Behandlung – wiederum abhängig vom Alter der Mutter – bei 40% bis 45%. Mit zunehmenden Alter sinkt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit bei dieser Methode erheblich ab.

TESE

TESE – die testikuläre Spermienextraktion – findet Anwendung als Kinderwunsch-Behandlung, wenn im Ejakulat des Mannes gar keine Spermien nachweisbar sind.

Dies kann bei einem Verschluss der Samenleiter oder bei einer Sterilisation des Mannes mit der Durchtrennung der Samenleiter der Fall sein. Die Spermien gelangen somit nicht ins Ejakulat.

Die TESE findet ambulant bei einem Urologen unter örtlicher Betäubung statt. Bei einer Biopsie wird eine Gewebeprobe entnommen und diese auf das Vorliegen von Spermien untersucht. Die gewonnenen Spermien werden mittels ICSI in die Eizelle eingebracht.

Lassen sich auch im Gewebe keine Spermien nachweisen, bleibt dem betroffenen Paar nur der Weg der Samenspende über einen Fremdspender.

Präimplantationsdiagnostik

Mithilfe der Präimplantationsdiagnostik bietet sich die Chance, den durch künstliche Befruchtung entstandenen Embryo vor der Implantation in die Gebärmutter auf genetische Defekte zu untersuchen. Sollten Chromosonenanomalien oder Hinweise auf Erbkrankheiten erkennbar sein, können Eltern und Arzt gemeinsam entscheiden, ob der Embryo eingesetzt wird. Diese medizinische Technik ist relativ neu und ist zum Teil immer noch ethisch umstritten.

Polkörperdiagnostik

Die Polkörperdiagnostik dient zur Identifizierung fehlerhaften Genmaterials im Rahmen der IVF-Behandlung. Der Polkörper spiegelt allerdings nur die Genetik der mütterlichen Seite wider.

Throphektodermbiopsie

Die Throphektodermbiopsie ist ein spezielles Verfahren der Präimplantationsdiagnostik. Etwa fünf Tage nach der künstlichen Befruchtung differenziert sich die vielzellige Blastozyte in den Embryoblasten und das Throphektoderm. Aus dem Embryoblasten entsteht der Embryo, aus dem Throphektoderm die Plazenta. Bei der Throphektodermbiopsie werden Zellen des Throphektoderms entnommen und auf Defekte und Erbkrankheiten untersucht.

Samenspende

Die Befruchtung mit Spendersamen wird dann notwendig, wenn beim möglichen Vater keine oder nur wenige Spermien vorhanden sind oder sie nur in sehr stark eingeschränkter Qualität zur Verfügung stehen und selbst die testikuläre Spermienextraktion (TESE) keine Samengewinnung ermöglicht.

Jeder Fremdspender, der seine Spermaspende bei einer Samenbank abgibt, wird vor der Spende vom Kinderwunschzentrum umfangreich getestet. Im Gegensatz zur Spende von Eizellen ist das Samenspenden in Deutschland seit vielen Jahren möglich und legal.

Die Qualität der Samenzellen unterliegt in Deutschland hohen Anforderungen. Die Spender sind zwischen 18 und 40 Jahre alt, in hohem Maß fruchtbar und geistig/körperlich gesund. Sie werden vor der Samenspende eingehend untersucht. Je nach Samenbank können die Paare den Samenspender nach Haar- und Augenfarbe, Größe, Bildungsstand und anderen Kriterien bei den Samenbanken aussuchen.

Welche Methode wird am häufigsten angewendet?

Am häufigsten wird die intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) angewendet, da hier die Chancen einer Schwangerschaft  und damit auf ein Kind am höchsten sind. Etwa 30% der behandelten Paare sind mithilfe dieses Verfahrens erfolgreich Eltern geworden.

Wie lange dauert eine künstliche Befruchtung?

Die Dauer einer künstlichen Befruchtung ist von Paar zu Paar unterschiedlich.

In der Regel werden zunächst die Eierstöcke der Frau stimuliert, was 8 bis 13 Tage beansprucht. Im Anschluss erfolgt eine Hormoninjektion, was eine Ausreifung der Eizelle auslöst. Nach etwa 35 bis 37 Stunden erfolgt die Punktion der Eizellen, bei der die Eizellen aus der Scheide entnommen werden (Punktion erfolgt nur bei IVF und ICSI).

Daraufhin werden die Eizellen und Spermien einige Stunden nach der Entnahme im Labor zusammengeführt und nach 3 bis 5 Tagen zurück in die Gebärmutter gesetzt. Mithilfe eines Frühschwangerschaftstests kann dann festgestellt werden, ob die künstliche Befruchtung erfolgreich war.

Wie ist der Ablauf der künstlichen Befruchtung?

Die künstliche Befruchtung wird in sechs Phasen unterteilt:

  1. Stimulation der Ovarien
  2. Punktierung zur Gewinnung der Eizellen
  3. Befruchtung der Eizellen
  4. Embryonenkultur
  5. Embryonen-Transfer
  6. Vitrifizierung von Embryonen

Ablauf im Video

Welche Erfolgsquote hat die künstliche Befruchtung?

Die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung können je nach Patient stark voneinander abweichen. Wichtige Faktoren, die den Erfolg beeinflussen können, sind:

  • Das Alter beider Partner,
  • die Art der Fruchtbarkeitsstörung,
  • die Dauer, die das Paar bereits versucht schwanger zu werden,
  • die Anzahl der befruchteten Eizellen,
  • die Anzahl der durchgeführten Zyklen,
  • die psychische Verfassung der Patienten vor und während der Behandlung.

Die durchschnittliche Schwangerschaftsrate nach Durchführung einer IVF oder ICSI Behandlung betrug laut Deutschem IVF-Register im Jahr 2015 pro Embryotransfer 31,9%. Die Geburtenrate ist geringer als die Schwangerschaftsrate, da sich nicht jeder übertragene Embryo einnistet.

Was kostet der Eingriff und welche Kostenübernahmen gibt es?

Die In-vitro-Fertilisation kostet pro Versuch etwa 3.000 Euro inklusive Medikamenten, Narkose etc. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse teilweise oder ganz als Leistung.

Bei den Kostenübernahmen für die künstliche Befruchtung muss zwischen privat und gesetzlich versicherten Paaren unterschieden werden. Die gesetzlichen Versicherungen übernehmen 50% der Kosten als finanzielle Unterstützung. Für die Übernahme durch die Krankenkasse müssen jedoch folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Die Übernahme erfolgt nur bei verheirateten Paaren,
  • Die Frau muss zwischen 25 und 40 Jahre und der Mann zwischen 25 und 50 Jahre alt sein,
  • Keiner der Partner hat zuvor eine Sterilisation durchführen lassen,
  • Es werden keine Spendersamen verwendet.

Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, genehmigt die gesetzliche Krankenkasse anteilig die Kosten für 8 Inseminationszyklen ohne hormonelle Stimulation oder 3 Inseminationszyklen mit hormoneller Stimulation oder 3 IVF-/ICSI-Behandlungszyklen. Wer mehr Behandlungsversuche haben möchte, erhält keinen weiteren Zuschuss.

Alle Kosten werden i.d.R. von der Krankenkasse ohne Eigenanteil übernommen, wenn der Partner privat versichert ist, dessen Infertilität nachweisbar ist. Ist dies der Fall, müssen dennoch auch hier erneut einige Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Das Paar muss verheiratet sein,
  • Keiner der Partner hat zuvor eine Sterilisation durchführen lassen,
  • Die Schwangerschaftschancen bei einer Frau in einem Alter von 40 Jahren sind größer als 15%,
  • Es wird keine Kryokonservierung durchgeführt.

Welche Risiken sind mit der Behandlung verbunden?

Die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen in der Schwangerschaft nach einer IVF ist höher als bei einer „normalen“ Schwangerschaft:

  • Eine künstliche Befruchtung kann zu einer Überstimulation führen, was zur Folge hat, dass die Eierstöcke sehr viele und große Eibläschen produzieren. Dies kann zu Mehrlingsschwangerschaften und somit zu Komplikationen und Problemen für Mutter und Kind führen.
  • Im Falle einer sehr starken Überstimulation kann sich Flüssigkeit im Bauch ansammeln, was mit starken Schmerzen und Übelkeit verbunden ist. Auch Atemnot und Störungen der Blutgerinnung können aufgrund der Überstimulation eintreten. Das kann in sehr seltenen Fällen lebensbedrohlich für die Mutter sein.
  • Bei den Behandlungen handelt es sich um operative Eingriffe. Somit besteht bei der Frau das Risiko einer Infektion der Eierstöcke. Bei der Entnahme des Spermas des Mannes können Hoden und Nebenhoden verletzt werden. Auch die Risiken einer Narkose müssen berücksichtigt werden.
  • Frauen, die sich einer IVF Behandlung unterziehen, sind im Durchschnitt älter als Frauen, die „normal“ schwanger werden. Das Risiko für eine Fehlgeburt steigt mit zunehmendem Alter der Frau. 30% aller Frauen über 40 Jahren erleben nach der künstlichen Befruchtung eine Fehlgeburt.
  • Bei der künstlichen Befruchtung steigt die Wahrscheinlichkeit, Zwillinge zu bekommen. Bei Zwillings- oder Drillingsgeburten sind Frühgeburten und andere Komplikationen relativ häufiger.
  • Die Risiken für ein niedriges Geburtsgewicht, eine Frühgeburt und Tod kurz nach der Geburt sind bei einer IVF grundsätzlich größer als bei der ICSI.

Jedes Kind, das geboren wird hat ein Risiko von ca 3 – 4% für eine Fehlbildung. Nach einer künstlichen Befruchtung beträgt das kindliche Fehlbildungsrisiko ca. 4 – 5%. Dies ist signifikant, aber geringfügig höher. Eine Vielzahl von Studien hat sich mit dieser Erhöhung des Fehlbildungsrisiko befasst. Es zeigte sich, dass Paare, die lange unerfüllten Kinderwunsch haben und irgendwann nach Jahren spotan schwanger werden, auch ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko haben. Dennoch ist es nicht ganz auszuschließen, dass Maßnahmen, die während der künstlichen Befruchtung getroffen werden, einen, wenn auch geringen, Einfluß auf die kindliche Entwicklung haben.

Der Konsum von Alkohol während der Behandlung birgt zusätzliche Risiken. Während der hormonellen Stimulation darf Alkohol noch in Maßen getrunken werden. Ab dem Embryotransfer ist die Frau „potenziell schwanger“ und sollte in dieser Phase bis zum Schwangerschaftstest auf Alkohol verzichten.

Bei der ICSI werden 2 – 3 Liter Wasser/Flüssigkeit empfohlen pro Tag, idealerweise schon vor der Stimulation. Die stimulierenden Medikamente im Zuge einer ICSI können als mögliche Nebenwirkung das Blut verdicken und so das Risiko für eine Thrombose erhöhen. Viel Flüssigkeit wirkt der Blutverdickung entgegen.

Eine wichtige Rolle spielt die starke psychische Belastung der Patienten. Eine künstliche Befruchtung ist ein neuer Abschnitt im Leben, ein großer Eingriff in den menschlichen Körper und kann starken Stress für das Paar auslösen. Deshalb wird von vielen Ärzten empfohlen, sich in psychosoziale Beratung zu begeben, wenn man eine künstliche Befruchtung durchführen lässt.

Ernährung bei einer Kinderwunsch-Behandlung

Höherer Konsum von pestizid-belasteten Lebensmitteln korreliert mit geringeren Wahrscheinlichkeiten auf Schwangerschaft und Geburt nach einer Kinderwunsch-Behandlung. Frauen, die am häufigsten stark mit Pestiziden belastetes Obst und Gemüse zu sich nehmen, werden zu 18 Prozent seltener schwanger, und es kommt 26 Prozent seltener zur Geburt eines lebenden Kindes. Frauen hingegen, die täglich eine Portion Obst oder Gemüse mit niedrigem Pestizidrückständen essen, erhöhen ihre Chance auf eine Schwangerschaft um 79 Prozent.

Zu Gründen für Unfruchtbarkeit bei Frauen könnten also Herbizide, Fungizide, Insektizide oder Rodentiziden gezählt werden, die bei 90 Prozent der US-Bevölkerung im Blut oder Urin nachweisbar sind.

Vielleicht also Verhaltens- und Ernährungsgewohnheiten ändern und auf Bio-Kost umsteigen, falls Sie über eine Kinderwunsch-Behandlung nachdenken. Mit Pestiziden unbelastete Frauen scheinen eine höhere Erfolgsrate bei einer In-vitro-Fertilisation zu haben.

Wie finde ich eine Klinik?

Medizinische Maßnahmen liegen nahe, wenn auf natürlichem Wege kein Kind geboren werden kann. Auskunft über Kliniken für assistierte Reproduktion in der Nähe können Paare mit Kinderwunsch bei ihren behandelnden Ärzten oder mithilfe des Internets erhalten. Auch für weibliche homosexuelle Paare und unverheiratete Paare ist die künstliche Befruchtung unter bestimmten Voraussetzungen in Deutschland möglich. Zudem gibt es die Behandlungsmöglichkeit des Social Freezings, mit deren Hilfe der Kinderwunsch verschoben werden kann.

Bei FERTILA lassen sich Kinderwunschzentren unter Berücksichtigung Ihrer eigenen Kriterien suchen und filtern. Zu den Filtern gehören u.a. Bewertungen, Verfügbarkeit von Erfolgsquoten und Regionen.

 

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