Forscher der Universität Montreal haben herausgefunden, dass extreme Hitzeperioden und hohe Umgebungstemperaturen zu einer vorzeitigen Entbindung beitragen.

So erhöht sich das Risiko einer Geburt in der 37. bis 38. Woche um 27 Prozent, wenn die Temperaturen für eine Periode von vier bis sieben Tagen auf 32 Grad Celsius oder mehr steigen. Bei einer dreitägigen Hitzeperiode stieg das Risiko um 17 Prozent. Heiße Temperaturen hatten keinen Einfluß auf die Frühgeburtsrate vor der 37. SSW.

Bislang war der Zusammenhang zwischen Umgebungstemperatur und Geburtsbeginn bzw. Frühgeburt kaum untersucht. Die Gruppe um Nathalie Auger wertete für Ihre Studie Daten von über 200000 Geburten, aus den Sommermonaten Juni bis September 1981 – 2010 in Montreal, Kanada, aus

Eventuell könnte dies folgendermaßen erklärt werden: Temperaturbedingter Stress in einer Phase der Schwangerschaft in der die Thermoregulation weniger effektiv ist, erhöht die Gebärmutterkontraktionen. Des Weiteren könnte auch die Dehydration durch hohe Umgebungstemperaturen die Blutversorgung des Uterus reduziert, wodurch sich die Freisetzung von Hypophysenhormonen, die Wehen auslösen, erhöht.

 

Quelle:
Auger N; Naimi, A; Smargiassi A; Lo, E Kosatsky T. Extreme heat and risk of early delivery among preterm and term pregnancies- Epidemiology 2014; 25:344-350.