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Mit unserem Glossar möchten wir Ihnen einen Einblick zu wichtigen Begriffe der Kinderwunsch-Behandlung geben. Diese Fach-Begriffe werden von uns an verschiedenen Stellen auf unserer Seite verwenden und wir möchten Ihnen so das Verständnis der Texte und des Themas insgesamt erleichtern.

Assistierte Reproduktion

Bei der assistierten Reproduktion wird die Schwangerschaft durch einen medizinischen Eingriff herbeigeführt. Sie wird bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch als künstliche Befruchtung angewendet. Assistierte Reproduktion wird auch synonym zur künstlichen Befruchtung verwendet.

Befruchtung / Fertilisation

Mit dem Begriff der Befruchtung oder Fertilisation wird die Verschmelzung von männlichen und weiblichen Keimzellen im Rahmen der geschlechtlichen Fortpflanzung bezeichnet. Im Moment der Befruchtung dringt die Samenzelle in die Eizelle ein die beiden verschmelzen. Dann beginnt die Zellteilung

Chlamydien

Chlamydien sind eine Art von Bakterien aus der Familie Chlamydiaceae. Die gramnegativen Bakterien können sich als Parasiten nur innerhalb einer Wirtszelle vermehren. Sie können auch den Menschen infizieren. Die Infektion mit Chlamydien wird als Chlamydiose bezeichnet. Erkrankungen betreffen u. a. auch die Schleimhäute im Genitalbereich. Die Chlamydien-Infektion ist eine ernste Geschlechtserkrankung.

Eileiterverschluss

Der Eileiter spielt eine wichtige Rolle beim Entstehen einer Schwangerschaft. Der Eileiter ermöglicht den Transport der Eizelle vom Eierstock in die Gebärmutter und im Eileiter wird die Eizelle befruchtet in Gegenwart von Spermien. Störungen der Eileiterfunktion können eine Schwangerschaft gefährden und kommen vor allem durch Infektionen zustande.

Eileiterschwangerschaft

Die Eileiterschwangerschaft ist die häufigste Form einer Schwangerschaft, die außerhalb der Gebärmutter stattfindet. Die befruchtete Eizelle nistet sich dabei in der Schleimhaut des Eileiters ein. Ursachen können mechanische Hindernisse und funktionelle Störungen sein, die die Wanderung der Eizelle zur Gebärmutter beeinträchtigen. Eine fehleingenistete Schwangerschaft kann eine lebensbedrohliche Erkrankung sein.

Eizellspende

Die Eizellspende ist eine Methode der Reproduktionsmedizin zur Erfüllung des Kinderwunsches bei Paaren mit ungewollter Kinderlosigkeit. Sie wird angewendet, wenn in den Eierstöcken einer Frau keine Eibläschen heranreifen.
Die Eierstöcke einer Spenderin werden medikamentös stimuliert, um mehrere Eizellen gleichzeitig reifen zu lassen. Anschließend werden die Eizellen durch Punktion entnommen.

Die entnommenen Eizellen werden durch In-Vitro-Fertilisation (IVF) oder intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) mit Sperma befruchtet und der Empfängerin transferiert (Embryotransfer) oder für einen späteren Transfer kryokonserviert.
Insbesondere ältere Frauen oder Frauen, die sich aufgrund einer Krebserkrankung einer Chemotherapie unterziehen mussten, erwägen die Eizellspende.

Die Eizellspende ist in Deutschland verboten. Eizellspenden sollten im Ausland nur nach guter Beratung zu finanziellen und rechtlichen Aspekten durchgeführt werden. Die Eizellspende wird auch im Rahmen einer Leihmutterschaft durchgeführt.

Endometriose

Die Endometriose ist eine zwar gutartige aber oft sehr schmerzhafte chronische Erkrankung von Frauen. Dabei kommt Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle vor. Die meisten betroffenen Frauen haben starke Menstruationsbeschwerden sowie nach ihrer Periode Unterbauchschmerzen auch nach der Periode. Die Erkrankung ist zwar gutartig, zu Organveränderungen und zur Unfruchtbarkeit führen.

Fertilität

Fruchtbarkeit – Die Fähigkeit, Nachkommen zu zeugen.

Gebärmutterspiegelung

Die Gebärmutterspiegelung ist eine endoskopische Untersuchungsmethode zur Untersuchung der Gebärmutterhöhle. Der Arzt kann über den natürlichen Zugangsweg über die Scheide einen direkten Blick in das Innere der Gebärmutter werfen. Verschiedene krankhafte Veränderungen der Gebärmutter können auf diese Weise abgeklärt werden.

Hormonbehandlung / Hormontherapie

Die Hormontherapie besteht aus einer Stimulation der Eierstöcke durch hormonähnliche Medikamente. Die Medikamente werden in Form von Tabletten oder Spritzen verabreicht und sollen dafür sorgen, dass die Eizellreifung angeregt wird. Die Hormonbehandlung beginnt meistens ein paar Tage nach dem Beginn der Regelblutung.

Kinderwunschtee

Kinderwunschtee kann Frauen, die sich eine natürliche Schwangerschaft wünschen, auf natürliche Weise helfen. Kinderwunschtee enthält Kräuter und Wirkstoffe, die den Hormonhaushalt beeinflussen können. Der Tee ist eine schonende und natürliche Methode, die keine Risiken birgt.

Kryokonservierung

Im Rahmen der Reproduktionsmedizin werden Spermien, Eizellen oder Gewebe tiefgefroren und zu einem späteren Zeitpunkt verwendet. Spermien bleiben auch nach jahrelanger Lagerung befruchtungsfähig. Mit Eizellen sind die Schwangerschaftsraten nach Kryokonservierung deutlich niedriger als bei der Verwendung von frischen Eizellen. Bisherige Untersuchungen haben kein erhöhtes Missbildungsrisiko durch künstliche Befruchtung mit kryokonservierten Spermien festgestellt.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

ICSI ist eine Methode der künstlichen Befruchtung. Dabei wird das Spermium des Mannes direkt in das Zytoplasma einer Eizelle gespritzt.

Inzwischen wird ICSI in Deutschland bei unerfülltem Kinderwunsch häufiger eingesetzt als die herkömmliche In-vitro-Fertilisation (IVF). Mit ICSI haben auch Männer mit schweren Fruchtbarkeitsstörungen eine Chance, ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Insemination

Bei der Insemination werden befruchtungsfähige Samenzellen des Mannes direkt in die Gebärmutter der Frau eingebracht. Die Samenzellen sollen die Eizelle dadurch schneller und in größerer Menge erreichen als bei einer normalen Befruchtung. Die Insemination ist grundsätzlich schmerzfrei.

In vitro fertilisation (IVF)

Als In-vitro-Fertilisation bezeichnet man eine Methode zur künstlichen Befruchtung im Reagenzglas („in der Retorte“). Eine In-vitro-Fertilisation umfasst drei Phasen: Die Eizellgewinnung, die eigentliche Befruchtung und die Nachbefruchtungsphase mit dem Embryonentransfer.

Myome

Myome sind Wucherungen, die in der Muskelschicht der Gebärmutter (Myometrium) auftreten. Myome sind die verbreitetsten gutartigen Tumore des Genitaltrakts. In Deutschland ist jede vierte bis sechste Frau im gebärfähigen Alter davon betroffen. Es gibt Belege dafür, dass bei schwangeren Myomenträgerinnen häufiger Fehlgeburten vorkommen als bei anderen Frauen.

Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS)

Das polyzystische Ovarsyndrom ist eine der häufigsten Stoffwechselstörungen geschlechtsreifer Frauen. Das PCOS ist die häufigste Ursache für erhöhte Androgenspiegel, Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit bei Frauen. Als Therapie werden häufig orale Kontrazeptiva und Antiandrogene eingesetzt.

Reproduktionsmedizin

Die Reproduktionsmedizin beschäftigt sich als Teilgebiet der Medizin mit der Fortpflanzung, sowie der Prophylaxe, Diagnose und Therapie von Fertilitätsstörungen. Die Reproduktionsmedizin umfasst u.a. die Fachgebiete Andrologie, Urologie, Gynäkologie und Genetik.

Samenbank

Eine Einrichtung, in der Spermien für die künstliche Befruchtung eingeforen und gelagert werden. Zu einem späteren Zeitpunkt können konservierte Samen aufgetaut und für reproduktionsmedizinische Zwecke verwendet werden.

Samenspende

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter dem Begriff Samenspende eine Fremdspende von Samen für eine künstliche Befruchtung verstanden.

Social Freezing

Social Freezing bezeichnet das vorsorgliche Einfrieren von unbefruchteten Eizellen ohne medizinischen Grund. Frauen, die ihren Kinderwunsch aktuell nicht erfüllen wollen oder können, haben damit größere Chancen auf eine Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie das Alter von 30 – 35 Jahren überschritten haben. Gründe für Social Freezing können ein aktuell fehlender Partner oder Vorsorge für die spätere Fruchtbarkeit sein.

Spermiogramm

Ein Spermiogramm ist das Ergebnis einer Ejakulatanalyse und dient zur Beurteilung der Zeugungsfähigkeit des Mannes.

Testikuläre Spermienextraktion (TESE)

Die testikuläre Spermienextraktion (auch testikuläre Spermatozoenextraktion, TESE) ist eine Behandlungsmethode der Reproduktionsmedizin. Dabei werden aus dem Hodengewebe des Mannes Spermien entnommen, die anschließend für die Befruchtung der Eizelle innerhalb einer Fertilitätsbehandlung genutzt werden können.

Zyklusüberwachung

Mit dem Zyklusmonitoring wird der Zyklus einer Frau unter ärztlicher Aufsicht analysiert. Die Erkenntnisse helfen, den genauen Eisprungtermin zu bestimmen und etwaige Fruchtbarkeitsstörungen zu identifizieren.

 

Stand: Januar 2017

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