Frauen mit Kinderwunsch essen zu wenig Fisch

Die US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit FDA hat eine neue Empfehlung zum Fischkonsum herausgegeben. Demnach konsumieren Schwangere, stillende Frauen und Frauen mit Kinderwunsch nicht ausreichend Fisch.

Eine Analyse der FDA fand heraus, dass 21 % der schwangeren Frauen im vergangenen Monat gar kein Fisch gegessen hatten und 75 % weniger als 110 g Fisch pro Woche. Diese Gruppen sollten mindestens 2 – 3 x / Woche verschiedene Fischsorten zu sich nehmen, um Wachstum und geistige Entwicklung des Ungeborenen bzw. Babys zu ermöglichen.

Wichtig hierbei ist, dass der Fisch möglichst geringe Konzentration an Quecksilber aufweist. Empfohlen werden z.B.: Garnelen, Pollack, Lachs, Seewolf und Kabeljau.

Die FDA rät von dem Konsum folgender Fische aufgrund der Quecksilberbelastung ab: Weißer Thunfisch, Hai, Schwertfisch, Königsmakrele, Torpedobarsch. Denn große Raubfische können Umweltgifte (z.B Quecksilber) in ihrem Fleisch haben.

Die richtige Auswahl und Zubereitung von Fisch kann in der Schwangerschaft auch kulinarisch eine Bereicherung auf dem Speiseplan sein.

So gesund ist Fisch in der Schwangerschaft

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) liefert ebenfalls gute Gründe für den Verzehr von Fisch in der Schwangerschaft:

  • Wegen des erhöhten Stoffwechsels von schwangeren oder stillenden Frauen steigt auch der Jodbedarf. Bei stillenden Frauen etwa liegt er 30 Prozent über der durchschnittlich empfohlenen Zufuhr. Seefisch und Meeresfrüchte können die kritische Versorgung mit Jod auf natürliche Weise unterstützen.
  • Studien lassen darauf schließen, dass eine gute Versorgung mit den essenziellen Omega-3-Fettsäuren die Schwangerschaft statistisch ein wenig verlängert. Dadurch kann sich das Baby besser entwickeln. Bei Frauen mit guter Versorgung dieser Fettsäuren liegt die Rate von Frühgeburten zudem unter dem Durchschnitt.
  • Vitamin D sorgt dafür, dass Kalzium optimal genutzt werden kann. Gerade im Winter, wenn die Sonne eher selten zu sehen ist, sichern Hering oder Lachs diese Versorgung.
  • Zink unterstützt die Zellstoffwechselprozesse und ist absolut notwendig für gesundes Wachstum und das Immunsystem. Schwangere haben einen etwa um 50% erhöhten Zinkbedarf ab dem 4. Monat. Das Spurenelment Zink ist etwa in Garnelen oder Krebsen in großer Menge vorhanden.

Fisch und Meeresfrüchte sollten nur in gegartem Zustand gegessen werden. In rohem Fisch wie auch in rohem Fleisch können Listerien vorhanden sein, die ein (seltenes) Infektionsrisiko bergen. Daher scheiden Sushi, Räucherfisch oder Matjes in der Schwangerschaft aus.