„Könnte ich schwanger sein?“ – diese Frage stellen sich viele Frauen, wenn sie an ihrem Körper gewisse Veränderungen feststellen. Der positive Schwangerschaftstest ist dann aber doch häufig eine große Überraschung. Im Nachhinein fragt man sich „Wieso habe ich das nicht früher gemerkt?“. FERTILA hat Ihnen hier die wichtigsten und häufigsten Schwangerschaftsanzeichen zusammengestellt. Gleich vorab: Es ist nicht nur die Morgenübelkeit.

Die folgenden Schwangerschaftssymptome können in der frühen Phase auftreten:

Eine ausbleibende oder veränderte Regelblutung

Die Periode ist ausgeblieben! Für viele Frauen ist das der wichtigste Grund, um überhaupt einen Schwangerschaftstest in der Apotheke oder im Drogeriemarkt zu kaufen. Leider muss das Ausbleiben der Blutung aber nicht unbedingt ein Schwangerschaftsanzeichen sein. Auf den weiblichen Zyklus wirken die verschiedensten Manchmal reagiert der Körper damit auf (hormonelle) Veränderungen durch Stress oder Krankheiten. Auch der frühzeitige Eintritt in die Wechseljahre können der Grund dafür sein.

Es kann allerdings auch bei einer Schwangerschaft zu Schmierblutungen kommen, die mit der Regel verwechselt werden. Die Farbe der Blutung ist dann jedoch etwas heller und auch die Stärke ist verändert. Auch eine leichte Blutung ist normal und nicht unbedingt gleich ein schlechtes Zeichen. Verlieren Sie jedoch viel Blut, sollten Sie so schnell wie möglich die Meinung eines Mediziners einholen.

Morgenübelkeit

Nach dem Ausbleiben der Periode eines der weiteren klassischen Anzeichen der früheren Schwangerschaft: die Morgenübelkeit. Die Morgenübelkeit ist ein weiteres Signal für eine Schwangerschaft. Mehr als die Hälfte aller schwangeren Frauen berichten von diesem Symptom. Das Gefühl von Unwohlsein in der Magengegend muss nicht zwangsweise morgens eintreten, sondern es kann auch tagsüber sein. Die gute Nachricht: Bei den meisten Frauen endet die Übelkeit nach dem ersten Trimester. Richtig genießen können die Frauen ihre Schwangerschaft erst nach dieser empfindlichen Zeit. Eine von mehreren prominenten Frauen mit extremer Schwangerschaftsübelkeit – medizinisch auch Hyperemesis gravidarum genannt – ist unter anderem Prinzessin Kate.

Wann aber kann man von extremer Schwangerschaftsübelkeit sprechen? Wann sollte man lieber einen Arzt konsultieren? Die Antwort: Wenn Unsicherheit besteht. Gerade im ersten Trimester einer Schwangerschaft sind viele Frauen noch sehr verunsichert und können die Situation alleine nicht einschätzen. Allgemein gilt jedoch, dass drei- bis viermaliges Erbrechen am Tag schon grenzwertig ist. Starker Gewichtsverlust ist ebenso bedenklich. Außerdem sollten Sie genau aufpassen, ob sich im Erbrochenen Blut befindet.

Im Gegensatz zu anderen Übelkeiten ist die Morgenübelkeit von längerer Dauer und tritt nicht nur auf, wenn man zum Beispiel bestimmte Speisen nicht verträgt. Allerdings kann auch das ein Symptom dafür sein, dass du schwanger bist. Viele Frauen können gerade in den ersten Monaten nicht mehr wie gewohnt essen. Der leckere Pudding schmeckt auf einmal nach Eisen und den Geruch des absoluten Lieblingsburgers wollen Sie sich nicht einmal mehr vorstellen. Der Geruchs- und Geschmackssinn wird durch die Schwangerschaft deutlich stärker. Das ist ganz normal und liegt an der hormonellen Umstellung. Spätestens, wenn das Baby einmal auf der Welt ist, pendelt sich der Hormonhaushalt aber wieder ein und Sie können wieder genüsslich ihr Lieblingsessen verspeisen.

Auch besteht häufig Heißhunger auf Süßigkeiten oder neue Lebensmittel, die sonst eher weniger konsumiert wurden. Die Schwangerschaft ist sehr anstrengend. Der Körper verändert sich und bereitet sich darauf vor, ein Kind im Mutterleib zu versorgen. Also benötigt er schnell zusätzliche Energie, die er beispielsweise in Form von Süßigkeiten bekommt.

Spannen in der Brust

Der Körper bereitet sich in der Schwangerschaft intensiv auf das Stillen des Babys vor. Die Milchdrüsen verändern sich und werden durch eine gesteigerte Hormonproduktion zum Wachsen angeregt. Deshalb berichten Frauen schon in den ersten Schwangerschaftswochen häufig von empfindlichen Brüsten. Spannen oder Ziehen in der Brust kann also ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein.

Auch die Farbe der Brustwarzen kann sich verändern. In der Regel werden sie dunkler und bräunlich. Auch das liegt an den zusätzlichen Hormonen, die der Körper während der Schwangerschaft produziert.

Stimmungsschwankungen

Das Klischee stimmt. Frauen können in der beginnende Schwangerschaft deutlich emotionaler und in der einen oder anderen Situation extremer als sonst reagieren. Es kommt zu Stimmungsschwankungen, ähnlich wie zu Beginn der Menstruation.

Vom einen Extrem geht es schnell in das andere Extrem. Die verspürten Emotionen sind oft nicht von Dauer. Verantwortlich sind körperliche Veränderungen der Frau – die Hormone spielen im wahrsten Sinne des Wortes verrückt.

Verstärkter Harndrang

Die Toilette wird zu Ihrem besten Freund. Während der ersten Wochen nach der Empfängnis kann die Frau verstärkten Harndrang empfinden. Der altbekannte Übeltäter? Die Hormone. Das Sexualhormon Progesteron wird während der Schwangerschaft vermehrt produziert, in der Folge entspannt sich auch die Blasenmuskulatur mehr als üblich.

Eine andere Ursache für den Harndrang ist die verstärkte Durchblutung, die wiederum die Nierentätigkeit anregt. Dadurch wird mehr Urin produziert, was zu häufigeren Toilettengängen führen kann.

Im Laufe der Schwangerschaft kann der verstärkte Harndrang auch durch den Druck des Uterus auf die Blase verursacht werden. Das Kind wächst und somit wird während der Schwangerschaft immer mehr Druck auf die Blase ausgeübt.

Müdigkeit und Erschöpfung

Ein weiteres Anzeichen für eine Schwangerschaft ist das verstärkte Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung. Grund ist eine Anämie, also zunehmende Blutarmut. Durch die hormonelle Umstellung arbeitet der Körper viel intensiver als sonst.

Am Ende des Tages sind schwangere Frauen deutlich erschöpfter und fühlen sich komplett ausgelastet. Besonders die verstärkte Durchblutung der Plazenta, welche auf die Versorgung und Beschützung des Kindes vorbereitet wird, benötigt sehr viel Energie.

Durchfall

Innerhalb der ersten Tage oder Wochen der Schwangerschaft kann es in einigen Fällen verstärkt zu Durchfall kommen. Grund hierfür ist das veränderte Essverhalten. In der Folge ist der Magen-Darm-Trakt gereizt.

Der Körper muss nun Dinge verdauen, die er vorher nicht zu sich genommen hat. Besonders bei Frauen, die sonst empfindlich auf Gewürze oder besondere Produktarten reagieren, kann die veränderte Ernährung zu Diarrhö führen.

Erhöhte Basaltemperatur

Die Körpertemperatur der Frau verändert sich nicht nur im Laufe ihres Zyklus, sondern auch sobald sie schwanger geworden ist. Wie auch kurz vor der Periode sinkt die Aufwachtemperatur (Basaltemperatur) der Frau, welche mithilfe eines Zyklustrackers gemessen werden kann.

Wenn eine Frau schwanger ist, bleibt diese Temperatur hoch. Somit kann mithilfe des Trackers schon etwa zwei Wochen nach Eintritt der Schwangerschaft die frohe Botschaft verkündet werden – Sie sind schwanger.

Neben den hier näher beschriebenen Schwangerschaftssymptomen können im Laufe der Zeit noch mehr Anzeichen auftreten. So gibt es zum Beispiel die Linea nigra, eine dunkelbraune Linie auf dem Unterbauch der Schwangeren. Außerdem kann bei einer Blutabnahme das Hormon hCG im Blut nachgewiesen werden. Die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ist damit äußerst hoch.

Bei Paaren, die versuchen schwanger zu werden, können die oben genannten Anzeichen häufig schon innerhalb der ersten Wochen Klarheit bringen. Doch jede Schwangerschaft kann ihre eigenen Begleiterscheinungen haben. Auf jeden Fall ratsam ist der Besuch beim Frauenarzt, der oftmals die nötige Sicherheit bezüglich der Symptome geben kann.

 

Sie möchten regelmäßig Informationen erhalten zu Themen rund um Kinderwunsch und Schwangerschaft?

Abonnieren Sie unseren Newsletter!