Der Body-Mass-Index

Der Body-Mass-Index (BMI) kann bei Kinderwunsch eine wichtige Rolle spielen. Im Körpergewicht zeigt sich auch die Gesundheit der werdenden Eltern.

Der Body-Mass-Index (auch bekannt als Körpermasseindex, Körpermassenzahl oder Quetelet-Kaup-Index) ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts in Relation zur Körpergröße. Der BMI berechnet sich mit der Formel des Gewicht in Kilogramm dividiert durch die Größe eines Menschen in Metern zum Quadrat.

Der BMI ist dabei nur ein Richtwert, da er weder Statur und Geschlecht, noch die individuelle Zusammensetzung der Körpermasse bzgl. Muskeln und Fettverteilung berücksichtigt. So haben etwa durchtrainierte Menschen einen relativ hohen Body Mass Index.

Der BMI gibt einen einfach ermittelbaren Richtwert über den Körperfettanteil.

BMI und Kinderwunsch

Wer schwanger werden möchte, sollte sich auch über sein Körpergewicht Gedanken machen. Das gilt für Frauen wie auch für Männer. Tatsächlich kann das Gewicht Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben. Übermäßiges Essen kann zu Übergewicht führen, das wiederum problematisch für eine Schwangerschaft sein kann. Andererseits kann aber auch Untergewicht ungünstig sein, wenn Sie ein Baby haben möchten.

Über- oder Untergewicht kann zu Ungleichgewichten im Hormonhaushalt führen. In der Folge wird der weibliche Zyklus durcheinander gebracht.

Auch die männliche Potenz kann beeinträchtigt werden. Ursache hierfür ist die Stoffwechselaktivität des Fettgewebes, insbesondere des Bauchfetts. In diesen Zellen wird das männliche Geschlechtshormon Testosteron in weibliche Östrogene umgewandelt.

Für den richtigen Östrogenhaushalt ist ein normaler Fettspiegel die beste Voraussetzung. Ein gestörter Östrogenhaushalt kann zu Funktionsstörungen im weiblichen und männlichen Körper führen. Das wirkt sich dann u.U. negativ auf die Fruchtbarkeit aus.

Der optimale BMI um schwanger zu werden

Ein normaler Body-Mass-Index liegt zwischen 20 und 26. Für den Kinderwunsch sollte der BMI im Bereich zwischen 19 und 24 liegen. Frauen mit einem BMI in diesem Korridor haben eine höhere Chance auf eine Schwangerschaft.

Ein zu hoher BMI kann ebenso nachteilig sein wie ein zu niedriger.

Schwangerschaft bei Untergewicht

Bei Frauen und Männern mit einem BMI von unter 18 gibt es in der Regel einen Mangel an Fettgewebe. Bei Frauen können Periode und Eisprung ausbleiben, da zu wenige Hormone ausgeschüttet werden. Zudem wird die Einnistung der Eizelle erschwert.

Sollten Sie untergewichtig sein, können Nüsse und Trockenfrüchte eine gute Möglichkeit sein, gesund zuzunehmen. Auch hochwertige Fette, Vollwertnahrung und Honig sollten auf dem Speiseplan stehen. Nach einer Rückkehr zum Normalgewicht steigen auch schnell die Chancen auf eine Schwangerschaft.

Kinderwunsch bei Übergewicht

Wenn der Mann übergewichtig ist, nimmt die Qualität seiner Spermien ab. Übergewicht bei der Frau kann den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen und so die Funktion der Eierstöcke stören. Mit Übergewicht fällt zudem der Sex schwerer. So nimmt die Wahrscheinlichkeit auf ein Baby zusätzlich ab.

Bei besonders starkem Übergewicht mit einem BMI von 30 und höher (Adipositas) kann die Aussicht auf ein Baby wirklich kritisch werden. Das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft ist bei übergewichtigen Frauen zudem deutlich höher als bei normalgewichtigen.

Bei einem zu hohen BMI kann Sport helfen, der gleichzeitig entspannt. Die richtige Ernährung, also viel Obst und Gemüse, kann ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten. Schon eine geringe Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent kann zu einer erheblichen Steigerung der Fruchtbarkeit führen.

Auch der Körperbau ist übrigens ein Indiz für die Fruchtbarkeit. Optimal für die Aussicht auf eine Schwangerschaft scheint die sogenannte Sanduhr-Figur bei Frauen: Breites Becken, schmale Taille, großer Busen.

 

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