Unter einer Abtreibung wird der künstlich herbeigeführte Abbruch einer Schwangerschaft verstanden. Schwangerschaftsabbrüche sind in Deutschland nur in Ausnahmefällen erlaubt. Die Schwangere hat etwa an einer Schwangerschaftskonfliktberatung teilzunehmen. Eine Abtreibung ist auch möglich, wenn eine Schwangerschaft die Folge einer Vergewaltigung ist.

Seit 2004 ist die Zahl der Abbrüche von Schwangerschaften laut statistischem Bundesamt stark zurückgegangen. Während im Gesamtjahr 2004 noch 129.650 Abbrüche zu verzeichnen waren, wurden 2016 nur noch 98.721 gezählt.

72% der Frauen, die im dritten Quartal 2017 einen Schwangerschaft abbrachen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt. 17% waren im Alter zwischen 35 und 39 Jahren, knapp 8% mindestens 40 Jahre alt. Noch nicht volljährig waren 3% der Frauen.

40% der Frauen hatten vor ihrem Schwangerschaftsabbruch noch kein Kind geboren. 60% der Abbrüche wurden mit der Absaugmethode vorgenommen, 20% mit Hilfe des Mittels Mifegyne®.

79% der Eingriffe wurden ambulant in gynäkologischen Praxen und 18% ambulant im Krankenhaus vorgenommen. 7% der Frauen ließen den Eingriff außerhalb ihres eigenen Bundeslandes durchführen.

96% aller Abtreibungen wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Aus medizinischen und kriminologischen Gründen fanden in 4% der Fälle Abtreibungen statt.